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Themen

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lebendig altern


Wir freuen uns über diese Plattform, auf der über künftige neue Wohnformen nachgedacht wird: wir suchen konkret für uns eine Wohnform, die unsere letzte Adresse im Leben werden kann – ohne einen Umzug ins Altenheim. Wir glauben, dass wir im Alter weniger privaten Wohnraum brauchen, mehr Raum für gemeinsames Leben unter einem Dach und mehr Raum für soziales Engagement im Kiez. Wir haben für uns ein Projekt erarbeitet, das wir in den nächsten Jahren verwirklichen wollen. Interessierte können das Konzept hier lesen: https://www.dropbox.com/s/kg6y0my8p8gvb1f/Das bunte Altenheim - Eine Idee.pdf Unser „buntes Altenheim“ besteht aus kleinen Modulen, gerne in einer alten oder neuen Halle. Wir wollen gerne ein urbanes Wohnumfeld haben und suchen jetzt nach Grundstücken (gerne zur Pacht) oder nach alten Industriehallen. Wir werden aber auch die Wettbewerbsprojekte genau studieren – vielleicht lässt sich unser „Altenheim“ ja in ein größeres Projekt integrieren. (Ulrike und Harald)


Diskussionen

  • Niklas ist dafür
    +2

    Kreative Konzepte für das Leben im Alter finde ich immer begrüßenswert. Ich persönlich finde aber das (ggf. durch Pflegepersonal unterstützte) Mehrgenerationenwohnen noch erstrebenswerter. Vielleicht lässt sich die Idee in ihrem Konzept noch ergänzen bzw. hervorheben.

    • Ja, mehrere Generationen unter einem Dach sind eine gute Lösung - aber nicht für alle. Sie funktionieren am besten für die gestressten Eltern: denn die Ersatz-Großeltern können ja schnell mal einspringen. Wir glauben, dass uns die Gesprächsthemen in unserem "Bunten Altenheim" mehr interessieren. Über Pflege und Sterben zu reden ist anstrengender als über die passende Kita zu reden. Wir suchen eine tolerante Wohnform für Menschen, die auch mal "komisch" werden oder die dann auch sterben. (Ulrike und Harald)

      • Ich hab dazu mal eine Frage: Kann man dieses Programm nicht auch in einem normalen Geschosswohnungsbau einer Berliner Blockrandbebauung unterbringen? Also jetzt dann als Neubau. Man muss das Rad ja nicht neu erfinden. Das Erdgeschoss wird als Treffpunkt/ Gemeinschaftsraum ausgebildet, der Kontakt zur Öffentlichkeit ist dadurch auch gegeben um z.B. Engagement für den Kiez sichtbar nach aussen zu tragen. Im 1.OG sind dann vielleicht weitere Versammlungs-/ Gemeinschaftsräume untergebacht. Darüber beginnt dann das Wohnen. Natürlich mit verschiedenen Wohnungsgrössen. So kann das Pflegepersonal bei Bedarf gleich nebenan wohnen, aber trotzdem seine Privatheit geniessen. Barrierefreiheit lässt sich ja auch in so einem Bau umsetzen. Diese Häuser sollten den Massstab eines gewöhnlichen Berliner Geschosswohnungsbaus in Blockrandbebauung nicht sprengen. Und falls dieses eine Haus nicht genügend Platz bietet, kann man ja mehrere von diesen Häusern nebeneinander setzen. Oder sie zwischen den Bestand implementieren. Dann kann man auch überlegen in den anderen Erdgeschossen auch andere Nutzungen mit reinnimmzunehmen (Einzelhandel, Werkstätten, ...). So baut man ein Quartier bzw. ergänzt ein bestehendes auf vorrausschauende Weise. Immerhin werden diese Häuser auch noch weitergenutzt werden können, wenn diese ihre ursprünglich angedachte Funktion verlieren. Das ist dann nachhaltig. Vor allem wenn diese Bauwerke aus dauerhaften Materialien und schön gebaut sind. Ich würde nämlich von Container- bzw. Modulbauweise absehen. Das hat nichts mit Nachhaltigkeit zu tun. Gebäude werden für mindestens 100 Jahre gebaut. Das sollten sie zumindest.

        • Liebe FrauT - Sie haben so Recht, das geht auch so, wie Sie es beschrieben haben, vielleicht sogar in einem Altbau. Ja, unser Konzept fordert viel Platz, in der ohnehin engen Stadt mit teuren Grundstückspreisen. Dennoch: uns geht es besonders um den unmittelbaren Kontakt zwischen privatem Wohnen, gemeinschaftlichen Leben und sozialen Engagement. Da macht es einen Unterschied, ob man sich zu dem gemeinschaftlichen Raum bewegen muss, um dann erst zu erleben, was sich da tut, oder ob das Gemeinschaftliche unmittelbar vor der Tür liegt. Unsere Hoffnung ist ja, eine bereits existierende Halle zu finden, in der wir unsere Module unterbringen können. Und diese Module können auch so gebaut werden, dass sie ihre Bewohner lange überleben. Wir werden Ihre Vorschläge weiter mitbedenken, für uns ist es wichtig, eine Wohnform zu finden, mit passend wenig privatem Raum und möglichst viel gemeinschaftlichem Raum. (Ulrike und Harald)