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Neue Urbanität schaffen


Als zentral sehe ich die Frage an, wie wir die Urbanität der Stadt weiterbauen können. Wenn wir uns die Nachfragesituation anschauen, sehen wir, dass es die meisten Menschen in die historischen Gründerzeitquartiere zieht. Wir sollten besser verstehen: warum ist das so? Was macht diese Quartiere so attraktiv? Wenn wir diese Fragen beantworten können, können wir daraus auch Schlussfolgerungen für die zukünftige Stadtentwicklung ableiten. Viele Baulücken werden momentan in diesen Quartieren durch neue Blockrandbebauung geschlossen. Bei Neubauprojekten außerhalb von Gründerzeitquartieren wird diese Logik jedoch meist nicht angewandt. Es entsteht unzusammenhängender Zeilenbau, weiße, glattverputzte Würfel, Abstandsgrün. Die Frage ist berechtigt, ob, während sich momentan so ziemlich alles profitabel vermieten lässt, Menschen tatsächlich so wohnen wollen. Was Gründerzeitquartiere meiner Meinung nach attraktiv macht, ist die Vielfalt der Fassaden, die urbane Dichte, die Qualität der umschlossenen Freiräume, die hohe gestalterische Detailliertheit und Qualität der Fassaden und möglicherweise auch die Identifizierbarkeit als typisches "Berliner" Wohnquartier. Es geht hierbei nicht um eine Forderung nach historisierender Architektur, sondern um ein Nachdenken über Grundprinzipien des Städtebaus.


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