Der Online-Beteiligungsprozess zum Wettbewerb Urban Living ist beendet. Vielen Dank für Ihre Teilnahme!
Alternative:
Melden Sie sich an mit Ihrer OpenID.

Themen

+9

Gemischte Wohnnutzung


In einem Gebiet, in einer Wohnanlage, in einem größeren Mietshaus müssen Wohnungen unterschiedlicher Miethöhe angeboten werden. Die Einkommen sind sehr unterschiedlich, viele Menschen können die Mieten auch für Wohnungen mittleren Komforts kaum tragen. Normalverdiener dürfen nicht in bestimmte Gebiete verdrängt werden! Schon Hobrecht betonte vor über 120 Jahren, dass in einem Wohnhaus Wohnungen unterschiedlicher Miethöhe sein müssen.

Krause


Diskussionen

  • Ja sogar Niemand sollte in irgendwelche Gebiete verdrängt werden! Jede Ghettoisierung ist zum Nachteil der Gesamtheit der Gesellschaft. Die Öffentlichkeit ist unser Raum für Austausch, über unsere subjektiven Welten hinaus. Die Diversität darin trägt nur zur Natürlichkeit unseres Alltags bei!

    • Die soziale Durchmischung kann durch unterschiedliche Wohnungsgrößen erreicht werden. In der ersten Etage beginnt es mit 20 - 30 m2 großen Wohnungen für Studenten oder einkommensschwache Rentner, dann 50 m2 für Yuppies, 80 - 100 m2 für Familien und oben die Penthousewohnung von 200 m2.

      Das Ergeschoss von Hochhäusern auch in Wohngegenden sollte immer für Kleingewerbe wie Eckkneipen, Tabakladen, Waschsalon, Arztpraxen, Bastellädchen, ... aber auch Kita und Gemeinschaftsraum der Bewohner vorgesehen werden.

      • Ich würde das nicht nur über Wohnungsgrößen steuern. Als Ergebnis dieses Wettbewerbs würde ich formulieren, dass auch eine Durchmischung unterschiedlicher Wohntypologien in einem Quartier nötig ist - denn diese hängen mit unterschiedlichen Lebensstilen und Milieus zusammen. Bei diesem Grad einer Durchmischung müssen jedoch private Räume (Rückzugs- und Schutzräume) und öffentliche Räume (der Gemeinschaft und sozialer Interaktion) sauber getrennt und aufeinander bezogen sein, sodass sie funktionieren und kein zusätzliches Konfliktpotenzial erzeugen. Dichte, Durchmischung und Trennung - das sind die städtischen Qualitäten, die so viele Lebensoptionen erzeugen. Letztlich kann ein Entwurf und städtebauliche Setzung nur die Rahmenbedingungen formulieren, die sich dann im Vollzug der sozialen Interaktionen realisieren oder eben auch nicht. Vielfalt und Durchmischung als Potenzial zu erschließen und zu ermöglichen, das ist die eigentliche sozialpolitische Aufgabe für Berlin. Einen Baustein dazu kann auch der Städtebau bzw. neue Wohnkonzepte beitragen.

      • Soziale Durchmischung nur durch Wohnungsgrößen verstehe ich nicht. Auch Studenten wohnen in (großen) WGs, auch weniger wohlhabende Familien brauchen Platz. Soll dann der m2-Preis gleich bleiben? Dann wäre es ja keine Veränderung zu jetzt.