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Themen

+7

Neue Formen der Mobilität


Wir können davon ausgehen, dass das Thema Mobilität in Zukunft neu gedacht werden muss. Einige der Entwürfe haben sich damit ja bereits beschäftigt. Welche Formen der Mobilität werden zukünftig unser Stadtbild bestimmen? Umweltbewusste Großstädter verzichten zunehmend auf eigene PKW und verwenden Carsharing-Dienste, Fahrgemeinschaften, Elektrofahrräder und Fahrräder. Wie verändert das den Verkehrsraum der Stadt und können dadurch wiederum neue Freiräume erschlossen werden?


Diskussionen

  • Als Nicht-Autobesitzerin plädiere ich schnell für einen Ausbau verkehrsberuhigter Bereiche, Fußgängerzonen und liebäugele auch mit autofreien Zonen (z.B. innerhalb des Stadtzentrums). Ich weiss es ist unter gegebenen Umständen kaum akzeptabel für jeden Autobesitzer, aber von soviel Blech (also wirklich das Material gemeint) kann man sich ja nicht fremdbestimmen lassen! ÖPNV sowie Dienst- und Lieferfahrzeuge ausgenommen natürlich.

    • RobertMerz ist dafür
      +2

      Berlin hat für eine Stadt dieser Größenordnung immer noch zuviel Straßenverkehr. Das hängt noch etwas mit der Benachteiligung der DDR-S-Bahn zusammen, sowie mit dem U-Bahn/Bus-Konzept.im ehem. Westteil. Die S-Bahn wurde reaktiviert, doch es gibt immer noch viel zu wenig Straßenbahnen. Diese können günstig reaktiviert werden und sie brauchen viel weniger Straßenraum für die gleiche Anzahl beförderter Personen, als die Autos.

      Im Extremfall kann so aus einer pro Richtung 3-spurigen Straße eine Tramspur, eine Fahrspur für Durchfahrt/Anlieger und eine Radspur gebildet werden. Bei einer 4-spurigen werden Durchfahr- und Anliegerspur getrennt.

  • Fahrali ist dafür
    +4

    Mehr Fahrradwege/-streifen in Nord-Neukölln

    Ich wohne am unteren Ende der Hermannstraße und muss jeden Morgen mit dem Fahrrad zur Arbeit in Mitte fahren. Die Hermannstraße ist die Achse, die den Süden Neuköllns mit der Innenstadt verbindet. Auch die Autos von der Autobahn (Ausfahrt Britzer Damm) fahren über die Hermannstraße in die Innenstadt. Da momentan dort an der U8 gebaut wird, sind die Fahrbahnen nur eingeschränkt nutzbar, so dass für Auto- und Fahrradfahrer noch weniger Platz als normalerweise bleibt. Die Autofahrer sind allein deswegen häufig nervös unterwegs. Der dichte Verkehr und die gereizten Autofahrer, die losrasen, sobald sie eine Lücke entdeckt haben, sind für Fahrradfahrer gefährlich. Was Autofahrer außerdem provoziert, ist wenn man als Radfahrer am Verkehr teilnimmt und seine Rechte wahrnimmt, ebenso wie sie. Viele Autofahrer wissen nicht, dass Fahrradfahrern die gleichen Rechte zustehen wie ihnen, dass ihnen z.B. nach der StVO eine ganze Fahrspurbreite zusteht. Die nutze ich nie aus, aber kann auch nicht ganz am rechten Rand der Fahrbahn wegen parkender Autos und der Gefahr aufgehender Türen fahren. Neulich rief mir eine Autofahrerin zu, ich solle mich nicht wundern, wenn ich irgendwann unter einem Auto lande, wenn ich "neben" den Autos führe. Ich solle "hinter" ihnen fahren. Wo denn dahinter, fragte ich mich? Und wie lange soll ich warten, wenn es in dem dichten Verkehr keine Verlehrslücke gibt? Autofahrer ärgern sich zum Beispiel auch, wenn man als schmalerer Fahrradfahrer im schleppenden Stadtverkehr zum Teil schneller vorankommt als sie. Mir ist es schon häufig passiert, dass mich Autofahrer überholen und mich dann ausbremsen, was wegen der fehlenden Ausweichmöglichkeiten nach rechts (parkende Autos) wirklich gefährlich ist. An der Tagesordnung sind auch Beleidigungen gereizter Autofahrer. Neulich verfolgte mich ein Autofahrer bis auf meinen Hof. Auf dieser Verkehrsachse gibt es weder Fahrradwege noch Fahrradstreifen. Es gibt auch keine ruhigeren Parallelstraßen mit Fahrradwegen, auf die man ausweichen könnte. Außerdem sind die Seitenstraßen fast alle mit Kopfsteinpflaster gepflastert, was für Radfahrer eher ungünstig zu fahren ist. Auf der Hermannstraße (und, obwohl ich dort nicht wohne, auch auf der Karl-Marx-Straße) sind ganz dringend Fahrradwege und -streifen notwendig. Bald werde ich dort mit Anhänger für Kinder unterwegs sein, davor habe ich richtige Angst. Es ist für Radfahrer wirklich gefährlich, dort zu fahren, und ich habe leider keine Alternative.

  • nidi ist dafür
    +2

    Wie verändert das den Verkehrsraum der Stadt und können dadurch wiederum neue Freiräume erschlossen werden?

    Absolut! Siehe Vorschlag Außenflächen besser nutzen.

    Weniger PKWs sind sicher ein Kernelement! Mehr Fahrradwege, ÖPNV und Carsharing ist super; vielleicht können aber auch komplett neue Verkehrskonzepte wie SkyTran die Autofahrer*innen aus den Blechbüchsen bewegen.

    • RobertMerz ist dafür
      +2

      Ich war auch mal von solchen neuen Verkehrsmitteln wie SkyTran oder Cabinentaxi überzeugt. Aber diese sind ggü der Tram zu wenig leistungsfähig und dabei noch viel zu teuer im Bau und damit auch in den umgelegten Betriebskosten. Man ist zwar bereit, zigtausende für ein eigenes Auto auszugeben, doch ähnlich viele Steuern abdrücken für ein solches System will niemand.

      Ein gutes Tramnetz in einer gut geplanten, dicht bebauten Stadt kann ähnlich viele Haltestellen und dichten Betrieb und damit Reisezeiten ermöglichen, wie ein solches nach individuellen Fahrwünschen verkehrendes Luxus-System.

      Zudem muss bei allen neu geplanten Systemen die Barrierefreiheit beachtet werden. D.h. Rollstuhlfahrer und Kinderwagen müssen problemlos mitfahren können. Das scheint mir bei diesen Systemen nicht gewährleistet, bzw muss erst teuer durch Aufzüge zu den hoch gelegenen Stationen erreicht werden.

      Zudem ist mit Widerstand bei der öffentlichen Akzeptanz eines neuen großen Bahnkörpers mitten im Straßenraum zu rechnen.

      Dagegen benötigt eine Tram nur Schienen im Straßenraum. Das Fahrzeug selbst kommt daher wie ein etwas größerer Linienbus. An besonders sensiblen Stellen, an denen die Oberleitung nicht akzeptiert wird, kann sogar eine unterirdische Stromzuführung oder ein kurzzeitiger Betrieb mit Strom aus einem Kondensator = SuperCap eingerichtet werden. Ist zwar etwas teurer, wurde aber schon so in Frankreich realisiert.

      Carsharing ist für den "täglichen Normalbedarf" in der Großstadt eigentlich entbehrlich. Wird nur für Großeinkäufe oder Fahrten aufs Land benötigt.

      • nidi ist dafür
        +1

        SkyTran oder Cabinentaxi: diese sind ggü der Tram zu wenig leistungsfähig und dabei noch viel zu teuer im Bau und damit auch in den umgelegten Betriebskosten [... vs ...] ein gutes Tramnetz [...]

        Ist erstmal als Anstoß gedacht, diese Konzepte überhaupt breiter zu diskutieren. Die Renaissance der Straßenbahnen (weltweit) ist jedoch sicher nicht grundlos und eine erstmal naheliegendere Variante; es ist ein Ärgernis der westberliner Vergangenheit, alle Trams durch Busse ersetzt zu haben!

        Tatsächlich erinnere ich mich jedoch an eine Aussage zu SkyTran (oder möglicherweise eines ähnlichen Konzeptes mit größeren Gondeln), dass eine Linie, die verhältnismäßig einfach an Stahlträgern über einer Straße installierbar ist, ähnliche Kapazitäten wie eine U-Bahnlinie im 3-Minuten-Takt hat, und nur einen Bruchteil an Kosten verursacht. Habe aber auf die Schnelle keine Quelle.

        • Solche Konzepte und Aussagen gibt es. Allerdings erfordern sie immer die Akzeptanz der Erscheinung im Straßenraum. Und die ist in Deutschland eben in aller Regel nicht vorhanden, mindestens nicht bei den entscheidenden Leuten im Stadtrat.

          In Sao Paolo baut Bombardier z.B. eine Hochbahn nach dem Alwegprinzip auf Stelzen und mit Fahrbalken mitten in einer breiten Straße. Ist billiger und leistungsfähiger als eine U-Bahn. Ist aber Brasilien und würde vermutlich in Berlin und in ganz Deutschland über keiner Straße akzeptiert.

          Ausnahme in Dortmund im Bereich der Uni als H-Bahn. Da wurde sie über freiem schwierigem Gelände begonnen. Und seither mehrfach auch in angrenzende Gebiete über Straßen ausgeweitet. Da sah man den unmittelbaren Vorteil der Verlängerung und hatte sich von der Bestandsstrecke her an den Anblick gewöhnt. Ist vom Bau her aber teurer als ein Tram-System. Im Betrieb, da fahrerlos, aber billiger. Aber es kommt bei weitem nicht an die Leistungsfähigkeit einer U-Bahn heran, die nicht nur im 3-Minuten-Takt, sondern bald in München mit 110 m langen Zügen im 2-Minuten-Takt verkehren kann. Und erst recht die M14 in Paris! Kann alle 90 Sekunden fahren und schafft so bis zu 60.000 Personen/h und Richtung!

  • Die Neue Formen der Mobilität betreffen natürlich den Verkehr und somit die Anzahl von PKW oder Garage aber auch die Wohnformen. Die erforderte Flexibilität in der Arbeitswelt führt auch dazu, dass viele von uns eine temporäre Wohnung und Arbeitsort suchen. Vorschläge um diese neuen Formen des Lebens, Arbeitens, Wohnens aufzuwerten sollen Aufmerksamkeit bekommen.

    • CitaKarolinaSteuer ist dafür
      +3

      z.B. die neue Kynaststraße, diese wurde komplett neu gebaut, jedoch muss ich bemängeln das dort der Fahrradweg nur einseitig verläuft. Mittlerweile wird der Fahrradstreifen wenn er auf der Fahrbahn verläuft als Parkplatz verwendet, z.B. Schlessischestr. es ist für Radfahrer total gefährlich dann in die Autospur zu wechseln, insbesondere für Radfahren mit Babyanhänger. Auch bin ich der Ansicht das die Radstreifen, so wie der Senat es geplant hat, die komplette 2 Fahrspur einnehmen muss. Da sonst beim überholen gefährliche Situationen entstehen. Ich finde z.B. das Maybachufer zwischen Pannierstr. und Kottbusserstr. sollte einfach für Autos gesperrt werden, da die Autofahrer teils viel zu schnell in diesem beruhigten Bereich fahren, die Autofahrer kommen den Radfahrern gefährlich entgegen. Meiner Meinung nach würden noch viel mehr Menschen das umweltbewusste Verkehrsmittel, Fahrrad benutzen wenn die Verkehrswege besser ausgebaut wären. Für eine bessere Luft in der Stadt. z.B. an Bushaltestellen führt oft der Radweg zwischen den Haltehäuschen und Haltestelle zwischen durch, was zwangsläufig zu problematischen Situationen führt. Auch die breite der auf den Gehweg verlaufenden Radwegen ist zu schmal, gerade für die Babyanhänger und überholende Radfahrer.

  • RobertMerz ist dafür
    +1

    Bei Neubauten in zentralen Bereichen sollte immer im Gebäude eine Mischung aus gewerblicher Nutzung in den unteren und unterschiedlich großen Wohnungen in den oberen Etagen eingeplant werden. So können Wege minimiert werden. Im Idealfall wohnen die Beschäftigten in den Wohnungen darüber und fahren mit dem Aufzug zur Arbeit. Wird sich so nur selten einstellen, aber allein schon die Möglichkeit ist faszinierend. Aber insbes. für einen Geschäftsinhaber kann es sehr wohl möglich sein, zusätzlich zu gewerblichen auch Wohnräume für sich im gleichen Gebäude mit anzumieten. So kann er immer schnell auch bei den vorkommenden Sonderfällen im Betrieb sein.

  • dieses neue thema wird in der navigation nicht angezeigt: https://urbanliving.berlin.de/i/urbanliving/proposal/730-Formen_des_nachbarschaftlichen_Umgangs#c72 offensichtlich technischer defekt. bitte verschieben/ändern. danke.

    • Vielen Dank für den Hinweis. Das Problem sollte nun nicht mehr auftreten.

  • neues thema anzulegen funktioniert nicht, zb. https://urbanliving.berlin.de/d/730 wird in der navi nicht angeboten ...

  • CitaKarolinaSteuer ist dafür
    +1

    z.B. die neue Kynaststraße, diese wurde komplett neu gebaut, jedoch muss ich bemängeln das dort der Fahrradweg nur einseitig verläuft. Mittlerweile wird der Fahrradstreifen wenn er auf der Fahrbahn verläuft als Parkplatz verwendet, z.B. Schlessischestr. es ist für Radfahrer total gefährlich dann in die Autospur zu wechseln, insbesondere für Radfahren mit Babyanhänger. Auch bin ich der Ansicht das die Radstreifen, so wie der Senat es geplant hat, die komplette 2 Fahrspur einnehmen muss. Da sonst beim überholen gefährliche Situationen entstehen. Ich finde z.B. das Maybachufer zwischen Pannierstr. und Kottbusserstr. sollte einfach für Autos gesperrt werden, da die Autofahrer teils viel zu schnell in diesem beruhigten Bereich fahren, die Autofahrer kommen den Radfahrern gefährlich entgegen. Meiner Meinung nach würden noch viel mehr Menschen das umweltbewusste Verkehrsmittel, Fahrrad benutzen wenn die Verkehrswege besser ausgebaut wären. Für eine bessere Luft in der Stadt. z.B. an Bushaltestellen führt oft der Radweg zwischen den Haltehäuschen und Haltestelle zwischen durch, was zwangsläufig zu problematischen Situationen führt. Auch die breite der auf den Gehweg verlaufenden Radwegen ist zu schmal, gerade für die Babyanhänger und überholende Radfahrer.