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Wettbewerb

Team Jan Wiese


Planungsteam

Team JWA

Jan Wiese Architekten, Berlin

Themen

Entwurfserläuterung


Die steigende Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum erfordert ein Umdenken in der Stadtentwicklung Berlins. An Stelle von Ortsbild erhaltender Nachverdichtung tritt die verantwortungsvolle Veränderung und Aufwertung der Umgebung. Monostrukturelle Siedlungen, wie am Wrongowitzer Steig, können um neue Typologien erweitert werden. Diese generieren nicht nur mehr Wohnfläche und Wohnungstypen, sondern auch Platz für Gewerbe und Räume für halbprivate Nutzungen. Aus der Monotonie der Struktur entsteht ein Mix aus Typologien, Nutzungen und sozialen Milieus. Zwei Elemente dienen dieser urbanen Idee: Das Komplementär zur bestehenden Zeile ist das Punkthaus. Es schließt die Räume am Ende einer Zeile und definiert öffentliche sowie halböffentliche Bereiche. Im Bereich des EG ermöglicht es Gewerbe und Gastronomie, in den oberen Geschossen bietet es Raum für ein neues Wohngefühl.

Die halbprivate Ebene verbindet Alt und Neu. Sie liegt auf dem Dach der bestehenden Zeile und zwischen der unteren und oberen Hälfte des Punkthauses. Ansässige und Zugezogene können Räume oder Flächen anmieten, um ihrer beruflichen oder privaten Selbstverwirklichung nachzugehen.

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Das sagt das Beurteilungsgremium:

Die Arbeit implementiert in der vorhandene Zeilenbebauung 9-geschossige Hochpunkte, die den Bestand weit überragen. Auf Niveau der vorhandenen Dachebene liegen Gemeinschaftsgeschosse, die eine markante Zäsur in den neuen Baukörpern bilden. Von dort aus ist die „halbprivate“ Dachlandschaft der Bestandszeilen zu erreichen, auf der unterschiedlich nutzbare Raumkuben angeordnet sind. Die entstehenden halböffentlichen Hofräume im Erdgeschoss sind funktional vordefinierten Freizeitangeboten vorbehalten. Der Entwurf verfolgt einen systematischen städtebaulichen Ansatz zur Nachverdichtung, der auf viele ähnliche Situationen übertragen werden kann. Er verknüpft Alt und Neu mit einem Brückenschlag über die Dächer und führt neue Nutzungsschichten ein, von denen alle Anwohnerinnen und Anwohner profitieren. Zu diskutieren ist die Frage, inwieweit ein Eingriff dieser Größenordnung und die intensiv genutzten Hofräume die Akzeptanz der Bewohnerschaft finden können.

Fazit: Insgesamt kann das vorgeschlagene Konzept markante Orientierungsorte und neue Hofsituationen in Zeilenbaugebieten schaffen. Positiv zu beurteilen ist die Ausbildung erkennbarer Nachbarschaftsgruppen, die jeweils einem Neubau zuzuordnen sind. Zu überprüfen ist die Wirtschaftlichkeit der Entwurfsidee.

Entwurfdetails

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