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Wettbewerb

Team Barkow Leibinger


Planungsteam

Team Barkowleibinger

Barkow Leibinger Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin; TOPOTEK 1 Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH, Berlin; Schlaich Bergermann und Partner GmbH, Berlin (Tragwerk) ; Innius RR GmbH, Rosbach von der Höhe (Haustechnisches Konzept); Peter Stanek, Berlin (Brandschutz)

Themen

Entwurfserläuterung


Das Punkthochhaus mit 16 Wohngeschossen ergänzt die bestehenden Plattenbauten an der Karl-Marx-Allee. Als Prototyp eines flexiblen, energieeffizienten und kostengünstigen “Wohnturms” eignet es sich aber auch zur Nachverdichtung anderer Wohnquartiere im Stadtgebiet.

In der vorgeschlagenen Variante bietet das Haus 87 Wohnungen mit einer Größe von 27 bis 201 qm. Der „freie Grundriss“ innerhalb der Konstruktion ermöglicht eine flexible Raumaufteilung und damit vielfältige und individuell anpassbare Wohnformen, die sich für Studierende wie für Familien oder Senioren eignen. Sowohl kleine Einheiten als auch große Wohnungen, die Leben und Arbeiten kombinieren, finden hier Platz. Die Wohnungen sind mit offenen Küchen, weitgehend natürlich belichteten Bädern und mindestens einem Balkon ausgestattet. Im Erdgeschoss ist eine öffentliche Nutzung mit Café, Nachbarschaftsladen oder Künstlerateliers vorgesehen.

Die geschwungenen Außenwände des Gebäudes sind Stabwände aus sogenanntem “Infraleichtbeton”, für den u. a. Recyclingmaterial wie Glasschaumgranulat verwendet wird. Diese neu entwickelten Wandelemente kommen ohne zusätzliche Dämmmaterialien aus, müssen weder innen noch außen verkleidet werden und besitzen anders als herkömmlicher Beton eine fast weiche, warme Oberfläche – insgesamt eine intelligente und besonders nachhaltige Bauweise.

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Das sagt das Beurteilungsgremium:

Der Entwurf ergänzt die dreiseitige Blockrandbebauung durch ein Punkthochhaus mit 16 Wohngeschossen. Er lehnt sich damit an die ursprüngliche Planung Henselmanns an, die diesen Bautyp entlang der Karl-Marx-Allee vorgesehen hatte. In Zusammenarbeit mit den Tragwerksplanern Schlaich/Bergermann wurde eine „tragende Dämmung“ entwickelt, deren Struktur der Fassade zugleich ein prägendes Ornament verleiht.

Mit dem Konzept des Punkthochhauses wird eine dem Ort angemessene städtebauliche Dichte erreicht und dabei dennoch gewährleistet, dass den Bestandsmietern der umliegenden Gebäude die Aussicht erhalten bleibt.

Fazit: Der Entwurf überzeugt durch die gleichermaßen zur konstruktiven und energetischen Optimierung vorfabrizierten Bauteile, die zugleich eine kostengünstige Lösung versprechen, aber auch durch intelligente Grundrisse. Die Jury empfiehlt das Projekt – ob hier oder an vergleichbarer Stelle – zur Realisierung.

Entwurfdetails

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