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Wettbewerb

Team augustinundfrank


Planungsteam

Team augustinundfrank

augustinundfrank Architekten, Berlin

Themen

Entwurfserläuterung


Split Level – Reihenhäuser im Parkhaus

Die Parkhaus-Struktur bietet überraschende Möglichkeiten, wie Wohnstandards transformiert und in die bestehende, entkernte Grundkonstruktion eingebaut werden können. Von den uns vertrauten Klassikern des Wohnens werden die typischen innen- und außenräumlichen Nutzbereiche neu kombiniert und zu einem reaktionsfähigen Gefüge zusammengesetzt: Auf den ehemaligen Stellplätzen und auf den Fahrbahnrampen entstehen ein- und zweigeschossige "Kernhäuser". Die Außenfelder der Parzellen bleiben offen – zur Nutzung als Freibereiche oder zum optionalen Ausbau. Die "Durchparzellierung", die den Konstruktionsachsen folgt, fasst Innen-/ Außenräume, ebenengleiche / versetzte Räume zu Reihenhäusern auf der Etage zusammen. Das vielfältige Raumangebot profitiert von dem einfachen Konstruktionsraster des Parkhausess mit großen Spannweiten und von den halbgeschossig versetzten Deckenebenen. Die Herstellungskosten können deutlich unter die Kosten für vergleichbare Flächen im Neubau gesenkt werden. Der Vorschlag für die Neunutzung des Parkhauses schafft dabei mit der Erneuerung des Vorhandenen zugleich auch Verbesserungen für das direkte Umfeld.

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Das sagt das Beurteilungsgremium:

Der Entwurf belässt die vorhandene Gebäudestruktur und beschränkt sich auf gezielte Einzelmaßnahmen. So werden die Betonplatten der Fahrspuren entfernt, woraus sich ein mittlerer Kern sowie zwei schmalere Randstreifen ergeben, jeweils verbunden durch grüne Atriumshöfe. Die Struktur nach dem Umbau beinhaltet eine gemischte Programmierung mit hausinternen Gemeinschaftseinrichtungen in den Untergeschossen sowie Appartements in den oberen Ebenen, die die Schräge der Rampe im Wohnbereich als Treppe aufnehmen. Die äußeren Streifen dienen der internen Erschließung und können auch als Loggia oder Fahrradabstellräume genutzt werden. Sie bieten ein zusätzliches Raumangebot, welches die Wohnungen mittels Brücken über die Höfe hinweg erweitert. Das Dach wird zu einer begrünten fünften Fassade.

Fazit: Der Entwurf bietet eine pragmatische Lösung zur Reaktivierung der Parkgarage, im Sinne einer sozialen Regeneration des Umfelds. Er ist in seiner Einfachheit sowohl nachhaltig wie auch radikal, da er die Intervention auf wenige Eingriffe konzentriert, die eine Umnutzung als Wohngebäude ermöglichen.

Entwurfdetails

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